| Bezeichnung | Piste 28/10 (auch Westpiste) | |
| Länge × Breite | 2'500 × 60 m | |
| Belag | Beton | |
| Ausrichtung | 275° (magnetisch) / 276° (geografisch) | |
| ILS | ILS ohne Kategorie (seit 26. Oktober 2006) | |
Piste 28 ist eine von drei Start- und Landebahnen im Pistensystem am Flughafen Zürich. Am Pistenkreuz kreuzt sie die Blindlandepiste.
Die Piste dient primär als Startbahn in Richtung Westen und als Landebahn für die General Aviation aus Richtung Osten. Bei Westwind finden auch die übrigen Landungen auf Piste 28 statt, ebenso am Abend während den Zeiten mit deutschen An- und Abflugbeschränkungen.
Ein Instrumentenlandesystem für Piste 28 wurde im Herbst 2006 in Betrieb genommen. Bis dahin fanden die Anflüge per VOR/DME-Verfahren statt. Da dieses Verfahren für schlechte Sichtverhältnisse ungeeignet ist, wird bei entsprechenden Wetterbedingungen Piste 34 für Landungen genutzt.
Im Rahmen der zweiten Bauetappe wurde Piste 28 von ursprünglich 1'900 auf die heutigen 2'500 m Länge verlängert. Die geplante Pistenverlängerung der dritten Bauetappe wurde nicht umgesetzt und so ist Piste 28 von ihrer Länge her für einen interkontinentalen Flugbetrieb nicht geeignet. RELIEF sieht deshalb als eine Möglichkeit die Verlängerung von Piste 28 in Richtung Rümlang vor, wobei die Glatt entweder überquert oder umgeleitet werden müsste. Eine Pistenverlängerung in Richtung Kloten ist seit dem Bau der erhöhten Flughafenautobahn an dieser Stelle nicht mehr möglich.
Im nördlichen Gemeindegebiet von Bassersdorf ragt ein Hügelzug in die Sicherheitszone von Piste 28. Exakt in dieser Zone kam es 2001 zum Crossair-Absturz von Bassersdorf. Die Piste ist vom Blick damals als "Todespiste" bezeichnet worden. Gemäss Abschlussbericht des UVEK (BFU) lag die Schuld jedoch beim Piloten. Dieser sei übermüdet gewesen und trotz Warnungen zu tief geflogen.
Siehe auch: CANPA 28, Piste 10, Ostanflug, Verlängerung von Piste 10/28.
Siehe auch: Pistensystem.