Flugzeugabsturz bei Bassersdorf

aus dem ZRHwiki mit Wissen rund um den Flughafen Zürich (ZRH/LSZH)

(Weiterleitung von «CRX 3597»)
Blick in Richtung Absturzstelle im Wald bei Bassersdorf

Beim Flugzeugabsturz bei Bassersdorf stürzte am 24. November 2001 kurz nach 22 Uhr Lokalzeit ein «Jumbolino» der damaligen Fluggesellschaft Crossair (heute Swiss International Air Lines [SWISS]) kurz vor der Landung auf Piste 28 am Flughafen Zürich in der Nähe von Bassersdorf in den Wald. Im Endanflug in rund 4'000 m Entfernung vom Pistenanfang und 150 m nördlich der Pistenachse kollidierte das Flugzeug vom Typ Avro RJ100 mit den Baumwipfeln und schlug anschliessend auf dem Boden auf. Bei diesem Aufprall fing das Flugzeug Feuer. 24 Personen – 21 Passagiere und drei Besatzungsmitglieder – kamen beim Absturz ums Leben, darunter die Sängerin Melanie Thornton, neun Personen – sieben Passagiere und zwei Besatzungsmitglieder – überlebten.

Der Flug der Crossair trug die Flugnummer CRX 3597 und befand sich aus Berlin kommend im Ostanflug auf den Flughafen Zürich. Der Anflug erfolgte mit dem damaligen VOR/DME-Verfahren – der übliche Nordanflug war aufgrund der deutschen An- und Abflugeschränkungen nicht möglich und der Flughafenbetreiber hatte aus Kostengründen hier auf ein Instrumentenlandesystem (ILS) verzichtet. Das Flugzeug trug die Immatrikulation HB-IXM. In der Aviatik wird diese Art von Flugunfall als Controlled Flight Into Terrain (CFIT) bezeichnet.

Gedenkstein bei der Absturzstelle in der Nähe von Basserdorf

Die Absturzstelle liegt im Gebiet Geissbühl der Gemeinde Bassersdorf auf 515 Meter über Meer (Koordinaten: 689 350/256 600 beziehungsweise 47°27'15" N 8°37'24" E).

Unter den Überlebenden des Flugzeugabsturzes bei Bassersdorf befanden sich die Zürcher Internet-Unternehmer Jacqueline Badran und Peter Hogenkamp (Blogwerk, Zeix). Nach dem Flugunfall berichteten sie in verschiedenen Medien über ihre Erlebnisse rund um den Flugzeugabsturz [1]. Badran, Hogenkamp und andere Überlebende treffen sich alljährlich an der Absturzstelle, an der unter anderem ein Gedenkstein an das Flugzeugunglück erinnert.

Ende Oktober 2006, rund fünf Jahre nach dem Flugzeugabsturz bei Bassersdorf, wurde ILS 28 in Betrieb genommen, welches die früheren Anflüge mit dem VOR/DME-Verfahren ersetzte und damit die Flugsicherheit beim Ostanflug verbessern soll.

Siehe auch: Flugunfälle am Flughafen Zürich.

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